Nora Blume
Nora Blume 2024
Kontakt
Nora Blume
Raum 1. OG, links
Franckeplatz 1/ Haus 24
06110 Halle Saale
Telefon: 0345/ 55 23076
nora.blume@izp.uni-halle.de
Kurzvita
2024-2026 Mitglied des Gleichstellungskollegiums der Fakultätsunabhängigen Bereiche der MLU
Seit 11/2023 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Interdisziplinären Zentrum für Pietismusforschung der MLU
2022-2023 Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Friedemann Stengel, Lehrstuhl für Neuere Kirchengeschichte der Theologischen Fakultät der MLU
2022 Kirchliches Examen der Ev. Kirche Mitteldeutschland (Abschlussnote 1,4) Thema der Examensarbeit: Humanismus zwischen den Fronten des Kalten Krieges. DDR, Christentum und Befreiungsbewegungen in Afrika
- ausgezeichnet mit dem Preis des Freundeskreises der Theologischen Fakultät der MLU
- ausgezeichnet mit dem Werner-Krusche-Hochschulpreis https://www.ekmd.de/presse/pressestelle-erfurt/werner-krusche-preis-fuer-arbeit-zum-humanismus-im-kalten-krieg.html
2015-2021 Wissenschaftliche Hilfskraft bei Prof. Dr. Friedemann Stengel am Institut für Historische Theologie/ Seminar für Kirchengeschichte
2015-2022 Stipendiatin des Ev. Studienwerks Villigst e.V.
2014-2022 Studium der Ev. Theologie in Halle (Saale)
2013-2014 Studium der Germanistik und Politikwissenschaft in Münster (ohne Abschluss)
2012-2013 Freiwilliges Soziales Jahr (weltwärts) in Nyamitanga, Mbarara, Uganda
2012 Abitur in Potsdam
Geb. 1992 in Berlin
Verheiratet, zwei Kinder
Johann Franz Budde (1667-1729) im Kontext
Bearbeiterin: Nora Blume
Das Dissertationsprojekt befasst sich mit theologisch-philosophischen Debatten um 1700 im mitteldeutschen Raum. Im Zentrum steht der Philosophie- und Theologieprofessor Johann Franz Budde (1667-1729) und seine von der christlichen Kabbala inspirierten Schriften, die auf europaweite Zusammenhänge Bezug nahmen und lokale ebenso wie überregionale Kontroversen auslösten. In der Forschung zu Budde wurde dieser Aspekt bislang nicht beachtet, der die Beurteilung Buddes als bereits „der Aufklärung“ nahestehendem Gelehrten in Frage zu stellen scheint. Vielmehr eröffnet dieses Faktum aber die Frage danach, was in der Regel unter Aufklärung verstanden wurde und wird.
Die Arbeit setzt sich daher mit zwei Perspektiven auseinander:
Einerseits dient das Vorhaben dazu, die Kontexte von Buddes Verwertungen von Theologumena, die um 1700 pejorativ als hermetisch-platonisch bezeichnet wurden, konsequent zu historisieren. Die Studie zielt darauf, die mit diesen Aussagen verbundenen philosophischen und theologischen Auseinandersetzungen sichtbarzumachen, die zwischen Behauptung wie Beanspruchung von Orthodoxie changierten, Orient- und Toleranzdiskurs, Atheismusvorwurf und Debatten über das Judentum changierten. Diese Erforschung leitet zudem zu der Frage über, in welchen Historisierungsrastern Budde bislang verortet wurde und wie diese entstanden sind. Damit widmet sich das Forschungsprojekt auch der kritischen Überprüfung von Entstehungszusammenhängen von historiografischen Kategorien auf genealogische Weise.
Veröffentlichungen
Herausgeberschaft
Nora Blume / Thomas Ruhland / Christian Soboth / Friedemann Stengel (Hg.): Reisen und Religion im langen 18. Jahrhundert. Beiträge zum VI. Internationalen Kongress für Pietismusforschung 2022. In: Hallesche Forschungen Bd. 71, Halle 2026
Aufsätze
Konstitutive Grenzziehungen oder „wahre Kabbala“. Johann Franz Buddes (1667-1729) Verteidigung der „Alten hebräischen Philosophie“. In: Christian Knorr von Rosenroth und der Pietismus. Lausanne 2025 (Morgen-Glantz, Bd. 35), 199-225.
Humanismus im Kalten Krieg. Behauptung, Zurückweisung und Vereinnahmung von »Humanismus« zwischen Ost und West, Kirche und Staat auf einer Tagung 1959 in Wittenberg. In: KZG 34/1 [2022], 126-146. URL: https://www.vr-elibrary.de/doi/abs/10.13109/kize.2021.34.1.126?af=R
Rezensionen
Rez. Björn Spiekermann: Der Gottlose. Geschichte eines Feindbildes in der Frühen Neuzeit. Frankfurt/Main: Vittorio Klostermann 2020 (Das Abendland, Neue Folge 44). – 772 S. In: Pietismus und Neuzeit 50 (2024), 237-246. Im Druck.
Tagungsberichte
Sonstiges
Art. Ausgrenzung, Machtspiele, Konfrontationen. Humanismus zwischen den Fronten des Kalten Krieges. In: Evangelische Orientierung 3 (2025), 20-21.
Veranstaltungen
Lehrveranstaltung
Übung: Un-Macht | Selbst-Ermächtigung. Selbstartikulationen von Versklavten und deren Folgen. (Begleitende Lektüreübung zur Veranstaltungsreihe von IZEA und IZP im Wintersemester 2024/25)
Blockübung: Atheismus. Verleumdungen (nicht nur) im frühen 18. Jahrhundert. (Wintersemester 2023/2024)
Übung: „Marschieren ist der Humanismus des Kollektivs“ - Humanismus in den 1950er Jahren zwischen Ost und West und Kirche und Staat. (Sommersemester 2023)
Weitere Veranstaltungen
Ringvorlesung: [Theologie] MACHT Geschlecht im Wintersemester 2022/23 https://www.theologie.uni-halle.de/gleichstellung/veranstaltungshinweise/
Workshop Januar 2023 (gemeinsam mit Pia Dobisch und Christiana Steiner für das Gleichstellungsteam der Theologischen Fakultät): [Theologie] MACHT Geschlechtsidentität. Bilder in unseren Köpfen – praktische Übungen zu Identitätsfragen (Anti-Bias-Ansatz)
Workshop Januar 2024 (gemeinsam mit Christiana Steiner für das Gleichstellungsteam der Theologischen Fakultät): Gewalt und Klimakrise. Interventionen gegen die Ohnmacht (Forumtheater)
Gleichstellungsarbeit
Gleichstellungsbeauftragte für fakultätsunabhängige Bereiche
Sprechen Sie mich gern an!
Kontakt unter: zentralebereiche@gleichstellung.uni-halle.de
Kandidat:innen der ZUV für die Hochschulwahl 2026
Die Gleichstellung der ZUV stellt sich vor kl.pdf
(226,3 KB) vom 18.05.2026





