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Lageplan Franckesche Stiftungen IZP
Lageplan.pdf (270,5 KB)  vom 05.03.2019

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Interdisziplinäres Zentrum für Pietismusforschung

Telefon: +49 (0) 345 5523071
Telefax: +49 (0) 345 5527238

Franckeplatz 1
Haus 24
06110 Halle

Postanschrift:
Interdisziplinäres Zentrum für Pietismusforschung
der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
06099 Halle

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Interdisziplinäres Zentrum für Pietismusforschung

Franckesche Stiftungen, Südansicht des neuen Bibelhauses mit Maßangaben (heute Haus 23/24), Zeichnung 1743.
Halle, Franckesche Stiftungen: AFSt/A 11/03/02

Franckesche Stiftungen, Südansicht des neuen Bibelhauses mit Maßangaben (heute Haus 23/24), Zeichnung 1743. Halle, Franckesche Stiftungen: AFSt/A 11/03/02

Aktuelles aus dem IZP

Semesterprogramm Sommer 2024


Programm IZP SoSe2024.pdf (2,6 MB)  vom 20.03.2024

Methoden und Praktiken der digitalen Netzwerks- und Sammlungsanalyse –
Botanik und Herrnhuter Brüdergemeine

30.-31. Mai 2024

Workshop organisiert vom BMBF-Verbundprojekt „Protestantische Mission und Naturforschung“ und der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB)

Ort: Dresden, SLUB TextLab

Programm
Methoden und Praktiken digitaler Sammlungs- und Netzwerksanalyse DD 30.-31.05.2024.pdf (390,4 KB)  vom 22.05.2024

HALLE LECTURES 2024
Wahrheit - Recht - Vielfalt. Eine Vortragsreihe


HalleLecturesFlyer2024.pdf (249,8 KB)  vom 20.03.2024


Prof. Dr. Dr. h.c. Heribert Prantl
Die Wahrheit soll ans Licht! Welche Wahrheit?

12. Juni 2024, 18.00 Uhr s.t.
Aula, Löwengebäude, Universitätsplatz

Über die Wahrheitssuche bei Theologen, Journalisten – und über das Verhältnis von Gnade und Recht.

Zur Wahrheit gehört es auch, dass der Mensch Frieden lernen muss, immer und immer wieder. Die Gesellschaft muss nicht kriegstüchtig, sondern sie muss friedenstüchtig sein. Das Grundgesetz, so ist es angelegt, ist die Anleitung dazu. So soll es sein und so muss es bleiben. Das Reden vom Frieden ist so oft blutleer; es ist ein ritualisiertes Reden. Bert Brecht hat versucht, dagegen zu schreiben. Sein Schreiben hatte Kraft, aber wenig Wirkung. Die Remilitarisierung schon wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg konnte er nicht aufhalten. „Das große Karthago“, so schrieb er, „führte drei Kriege. Es war noch mächtig nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.“ Das klingt agitatorisch, ist aber die Wahrheit. Europa ginge es in einem dritten Weltkrieg so wie Karthago. Die apokalyptischen Reiter sind nämlich heute bewaffnet.

Ewiger Frieden. Ewiger Krieg. Braucht es Aufklärung?
Impulse des 18. Jahrhunderts

Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem Interdisziplinären Zentrum zur Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA)

17.6.2024, 18:15 Uhr

Clausewitz' Theorie des Krieges und seine Kritik aufklärerischer Ideen und Erwartungen

Prof. em. Dr. Herfried Münkler (Berlin)

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts hatte sich eine Manöverstrategie ausgebildet, Kriege nicht in offenen Schlachten zu führen, sondern durch das Abschneiden des Gegners von seinen Versorgungsbasen, um ihn so zum Aufgeben zu zwingen. Mit den Kriegen der Französischen Revolution und vor allem mit der napoleonischen Art der Kriegführung endeten diese "unblutigen" Kriege und die Entscheidungsschlacht kehrte wieder ins Zentrum des Kriegsgeschehens zurück. Eine Reihe von aufklärerischen Autoren feierte den Verzicht auf die Schlacht als einen Fortschritt der Humanität. Clausewitz dagegen analysierte die napoleonische Strategie und positionierte sie als Ergebnis der Revolution gegen die aufklärerischen Hoffnungen.

Ort: Halle, Franckesche Stiftungen, Haus 54, Christian-Thomasius-Zimmer


Plakat: Ewiger Frieden. Ewiger Krieg.
Plakat_Ewiger Frieden_Ewiger Krieg Vortragsreihe Sommersemester2024 IZEA IZP.pdf (956,3 KB)  vom 09.04.2024

Friedrich Gottlieb Klopstocks 300. Geburtstag

2.-7. Juli 2024

Eine Festwoche in Quedlinburg

Zu erinnern ist an einen herausragenden innovativen Dichter, der mit aufsehenerregenden, europaweit übersetzten Werken sein Publikum in den Bann geschlagen und nachhaltig gebunden hat. Mit seinem biblischen Epos über das Leiden und Sterben des „Messias“ und mit seinen antikisierenden schwungvollen Oden über die Natur, die Freundschaft und die Liebe, über Gott und die Welt setzte er Maßstäbe und wurde zum uneinholbaren Vorbild für Stürmer und Dränger, Klassiker und Romantiker.

Literatur sollte das Herz bilden und das Gefühl erziehen und sowohl dem Herzen als auch dem Gefühl eine lebendige, bewegliche und bewegende Sprache geben. Bis zu Goethes „Werther“ war Klopstock der meistgelesene deutschsprachige Autor im 18. Jahrhundert. Dass und wie er die deutsche Sprache rhythmisch in seinen reimlosen Versen durchgymnastizierte, machte ihn musikalisch interessant, was in zahlreichen Vertonungen Ausdruck findet.

Klopstock war aber nicht ein Poet im Elfenbeinturm. Er trieb Sport, vor allem war er ein ausgezeichneter Schwimmer und Schrittschuhläufer, er pflegte innige Freundschaften als Erster unter Gleichen, und er war mit ganzem und vollem Herzen verliebt, verlobt und verheiratet – mit Meta Moller. Er war politisch interessiert und engagierte sich für die Ideen und die Ideale der Französischen Revolution und hielt zeitlebens an diesen fest. Dass er sich von gekrönten Häuptern finanziell fördern ließ, tat seiner Revolutionsneigung keinen Abbruch. Er entwickelte Konzepte und setzte Maßstäbe für die Förderung von Literatur durch die öffentliche Hand der politischen Potentaten. Er war zugleich ein umtriebiger und erfolgreicher Werk- und Literaturpolitiker in eigener Sache, der sich mit Verlegern über die Typografie seiner Bücher stritt und versuchte, mit Subskriptionen und Pränummerierungen Geld für deren Druck zusammenzubekommen.

Er war ein „ganzer Mensch“, um mit einem Wort des 18. Jahrhunderts diese persönliche und künstlerische Vielheit und Vielfalt zu fassen und zu beschreiben.

Wir beginnen am 2. Juli, Punkt 5.03 Uhr (ja!), zu Sonnenaufgang mit einer Morgenfanfare und einer ersten Klopstock-Lesung auf dem Stiftsberg.


Christian Knorr von Rosenroth und der Pietismus

4.-6. Juli 2024

Interdisziplinäre, internationale Tagung in Sulzbach-Rosenberg

gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung und veranstaltet durch das Interdisziplinäres Zentrum für Pietismusforschung (Halle) und die Christian-Knorr-von-Rosenroth-Gesellschaft (Sulzbach-Rosenberg), organisiert von Prof.in Dr. Rosmarie Zeller (Basel), Prof. Dr. Gerold Necker (Halle), Prof. Dr. Friedemann Stengel (Halle)

Dank Christian Knorr von Rosenroth (1636-1689) entwickelte sich die Residenzstadt Sulzbach im gleichnamigen Fürstentum seit 1668 zu einer Heimstatt für hermetisch-kabbalistische Traditionen und Praktiken, für eine innovative Religionspolitik sowie zu einem Druckort hebräischer Schriften. Figuren unterschiedlicher kultureller und religiöser Kontexte wie der Hermetiker Franciscus Mercurius van Helmont, der Cambridge Platonist Henry More und der rationalistische Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz haben sich mit Knorr von Rosenroth auseinandergesetzt – und umgekehrt. Zahlreiche Publikationen der letzten Jahre haben die weitreichende Bedeutung Knorrs herausgestellt.

Weitgehend untererforscht ist demgegenüber das Verhältnis Knorrs zu den historisch sowie lokal-territorial differenten pietistischen Denominationen seit Beginn des 18. Jahrhunderts. Mit der Tagung soll zum ersten Mal eine Gesamtschau auf dieses erstaunlich weitreichende Thema gewagt werden. Es wird zu zeigen sein, dass und wie die Pietismen in spezifischen thematischen Kontexten durch Fortschreibungen, Veränderungen und Neueinsätzen an Knorrs Gedanken partizipiert haben. Knorrs Arbeiten wurden, zusammen mit den theosophischen Schriften Jakob Böhmes, im Umkreis von als pietistisch bezeichneten Akteuren (u.a. Friedrich Breckling, Pierre Poiret, Antoinette Bourignon, Jean de Labadie, Katharina von Gersdorff, Friedrich Christoph Oetinger) rezipiert. Die in Sulzbach geplante Tagung möchte mit interdisziplinärer Ausrichtung und auf verschiedenen kulturhistorischen Gebieten wie Musik, Medizin, Alchemie, Theologie und Frömmigkeitspraxis, die bisher nur verstreut betrachteten Impulse und Rezeptionen Knorr von Rosenroths in den Pietismen bündeln und vertiefend betrachten. Es wird der Frage nachgegangen, ob den Beziehungen und Rezeptionen Knorrs nicht eine zentralere Wirkmächtigkeit für die pietistische Bewegung und damit auch in der 18. Jahrhundertforschung einzuräumen ist, als dies bislang der Fall war.

"...der hat auch Religion"
Konfession - Literatur - Kulturelle Differenz
im langen 19. Jahrhundert

18.-19. April 2024

Tagung organisiert von Daniel Weidner und Friedemann Stengel im Rahmen des Forschungsschwerpunkts Aufklärung - Religion - Wissen und des IZP

Die neuere deutsche Literaturwissenschaft ist in weiten Teilen überraschend konfessionsblind. Während für die Erforschung der Literatur der Frühen Neuzeit die „Konfessionalisierung“ ein wichtiges, wenn nicht das dominante Paradigma ist und in der benachbarten Geschichtswissenschaft die These vom 19. Jahrhundert als einem „zweiten konfessionellen Zeitalter“ für lebhafte Diskussionen gesorgt hat, fristet die Konfession in der Erforschung deutschsprachigen Literatur nach der Aufklärung eher ein Schattendasein. Neben anderen Gründen könnte das, so unsere Vermutung, auch an einem Theoriedefizit der Forschung liegen, die ‚Konfession‘ allenfalls mehr oder weniger verschämt als Kriterium der Sortierung von AutorInnen verwendet bzw. in Einzelstudien deren konfessionelle ‚Prägung‘ untersucht. Ziel des Workshops ist es vor allem, ein anderes Verständnis von Konfession zu erproben und zu diskutieren: Konfession funktioniert im 19. Jahrhundert als kulturelle Differenz, die nicht nur kirchlichen Zusammenhängen, sondern auch und gerade in den kulturellen Texten der Literatur verhandelt wird.

Ort: Halle, Franckesche Stiftungen, Haus 52, Neubauer-Saal

zum Programm

Das IZP in den Medien

Die Sächsische Zeitung berichtete am 15.02.2024 über das Projekt unseres Mitarbeiters Dr. Thomas Ruhland zu human remains aus dem Kontext missionarischen Sammelns der Herrnhuter Brüdergemeine, welche sich in der Meckelschen Sammlung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg befinden.

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Natural Science Objects in Digital Collections: Opportunities and Challenges

24. September 2024, Ort: Dresden, SLUB TextLab

PRE-CONFERENCE WORKSHOP organisiert vom BMBF-Verbundprojekt „Protestantische Mission und Naturforschung“ und der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) im Rahmen des

Joint Annual Meeting of ICOM-UMAC    and UNIVERSEUM European Academic Heritage Network   :

"SHAPING TRANSFORMATION. UNIVERSITY COLLECTIONS IN A CHANGING WORLD" ausgerichtet von der Kustodie der TU Dresden   

24.-29. September 2024, Ort: Technische Universität Dresden

CfP   

Konferenzwebseite   

Naturforschung und protestantische Mission -
Neues BMBF- Verbundvorhaben am IZP

Am 1.7.2023 startete am IZP ein neues BMBF-gefördertes Verbundvorhaben, das gemeinsam mit dem Institut für Botanik der TU Dresden die Pflanzensammlungen der Herrnhuter Brüdergemeine im Herbarium der TU Dresden analysiert.

Pressemitteilung vom 9.8.2023

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Weitere Informationen


Erinnerung in Komplexität
Eine Uni – ein Buch

Das IZP wirkte mit am Projekt Erinnerung in Komplexität
Eine Uni – ein Buch    2023 des Stifterverbands und der Klaus Tschira Stiftung.
Ausgewählt wurde das Buch Den Schmerz der Anderen begreifen. Holocaust und Weltgedächtnis (2022) von Charlotte Wiedemann.

Das Programm zur Ringvorlesung: Weltgedächtnis und Solidarität und ausführliche Informationen und Veranstaltungshinweise finden Sie

hier.


Tagungsberichte

Hallescher Pietismus und „Orient“. Dynamiken globaler religiöser Interaktion im 18. Jahrhundert

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Intersektionen von Lebensalter und Geschlecht im Pietismus

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Reisen und Religion im (langen) 18. Jahrhundert

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Pietismus und Neuzeit

das Jahrbuch "Pietismus und Neuzeit", mit einem international und (inter)disziplinär breiten, kulturwissenschaftlichen Spektrum von Forschungsbeiträgen zur Geschichte des neueren Protestantismus, vor allem des Pietismus im Kontext europäischer Frömmigkeitsbewegungen seit der Frühen Neuzeit wird von IZP mitherausgeberisch und redaktionell betreut.

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Neuerscheinungen

Pietismus und Neuzeit. Ein Jahrbuch zur Geschichte des neueren Protestantismus. Bd. 46/47, [2020/21] 2023. mehr   

Der bekannteste Unbekannte des 18. Jahrhunderts. Johann Caspar Lavater im Kontext. Hg. v. Christian Soboth u. Friedemann Stengel. Göttingen 2023 (AGP 68). mehr   

Friedemann Stengel: Enlightenment All the Way to Heaven. Emanuel Swedenborg in the Context of Eighteenth-Century Theology and Philosophy. West Chester, PA 2023. mehr   

Giovanni Tortoriello: Scala Christus est. Reassessing the Historical Context of Martin Luther's theology of the cross.Tübingen 2023 (Spätmittelalter, Humanismus, Reformation, 135) (Dissertation). mehr   

Thea Sumalvico: Umstrittene Taufe. Kontroversen im Kontext von Theologie, Philosophie und Politik (1750–1800), Halle 2022 (Hallesche Forschungen 64) (Dissertation). mehr   

Elisa Bellucci: Johann Wilhelm and Johanna Eleonora Petersen's  Eschatology in Context, Göttingen 2022 (Beiträge zur Europäischen Religionsgeschichte (BERG), 9) (Dissertation). mehr   

Gefühl und Norm. Religion und Gefühlskulturen im 18. Jahrhundert. Beiträge zum V. Internationalen Kongress für Pietismusforschung 2018. Hg. v. Daniel Cyranka, Thomas Ruhland, Christian Soboth u. Friedemann Stengel. Halle 2021 (Hallesche Forschungen, 61/1 u. 61/2).

Johann Adam Steinmetz und Kloster Berge. Zwei Institutionen im 18. Jahrhundert. Hg. v. Christian Soboth. Halle 2021 (Hallesche Forschungen, 60).

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