Forschungskolloquium - Vorträge - Workshops
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1. JACQ-community-workshop 2025
Herbardatenmanagementsystem JACQ – Nutzungspotenziale für interdisziplinäre Projekte
mitveranstaltet durch das BMBF-Verbundprojekt: Naturforschung und protestantische Mission
17.-18. März 2025, TU Dresden, Fakultät Biologie, Zellescher Weg 20b, 01217 Dresden
Organisation: Sarah Wagner (Dresden), Heimo Rainer (Wien), Dominik Röpert (Berlin)
Kontakt: sarah.wagner@tu-dresden.de
Die Möglichkeiten und Perspektiven der Abbildung von Herbarbelegedaten in der Datenbank Virtual Herbaria JACQ werden in einem interdisziplinär ausgerichteten Workshop gemeinsam mit Botaniker:innen, Datenwissenschaftler:innen und Geisteswissenschaftler:innen aufgezeigt und erörtert. Im Mittelpunkt stehen dabei die Methoden und Praktiken des digitalen Sammlungsdatenmanagements und der Sammlungsdatenanalyse. Mit Unterstützung von Referent:innen aus unterschiedlichen Disziplinen werden die Spezifika bei der Erschließung von Herbarbelegedaten und deren Verwaltung aufgezeigt und zusätzlich zu schaffende Systemanforderungen diskutiert.
Musik – Mathematik – Welterkenntnis
Beiträge zu einer Theologie des Klangs
Eine Veranstaltungsreihe in Koperation mit der Historischen Musikwissenschaft
Prof. Dr. Wolfgang Hirschmann (Halle)
Gott würfelt nicht, er zählt – die Weltschöpfungsorgel
des Athanasius Kircher (1650)
8. April 2025, 18:15 Uhr, Franckesche Stiftungen, Haus 26, Englischer Saal
Die Musurgia universalis des Jesuitischen Polyhistors Athanasius Kircher, erschienen 1650, ist die umfangreichste Darstellung alles Musikalischen und Klingenden, die in der europäischen Geistesgeschichte überliefert ist. Kirchers Musikbegriff gründet in der Zahl, und aufbauend auf der Zahl entwirft der Gelehrte ein Ordnungsgebäude alles Seienden, das deshalb „Musik“ ist, weil die Musik klanggewordene Zahl ist: „numerus sonorus“. Für das Verständnis der göttlichen Schöpfungsordnung hat dies die entscheidende Konsequenz, dass solch ein Verständnis nur in zahlhaften Analogien erfolgen kann, in denen sich der Mensch an die (seinem Verständnis letztlich doch entzogene) göttliche Ordnung annähern kann. In der Weltschöpfungsorgel des letzten und 10. Buches der Musurgiamanifestiert sich dieses Denken in einer besonders anschaulichen wie auch umfassenden Weise. Der Deus calculans hat alles nach Maß, Zahl und Gewicht geordnet – er würfelt nicht, er zählt.
Forschungskolloquium des IZP
13. Mai 2025, 18.15 Uhr, Franckesche Stiftungen, Haus 24, Seminarraum
Uta Koschmieder (Dresden): Botanik und Mission im 18. und 19. Jahrhundert: Vernetzung und Wissensproduktion in der Herrnhuter Brüdergemeine
Steven Reinhardt (Halle): „Die fliegende Kaze die H. Goldhagen in Halle von einen/ Missionar muß empfangen haben“ –Das 'Naturalien-Kabinett' von Jean Hermann (1738–1800) im Kontext globaler Wissensnetzwerke zwischen Straßburg, Halle und Tranquebar